Dienstag, 28. Oktober 2008

My Markus on visit

Sorry Leute, ich weiß ich bin spät dran, aber es war so viel los. Das wird auch dauern, bis ich alles aufgeholt habe, aber fangen wir mal an.
Am Wochenende vom 17. bis 19.10.08 war es endlich soweit nach knapp drei Wochen:

Mein Schatz Markus war hier zu Besuch!!!

Er kam Freitags um 20.30 Uhr Ortszeit an und wir mussten erstmal mit den britischen Zügen nach Hause fahren. Das hat schon bissl gedauert. Am nächsten Tag sind wir erstmal in die Stadt gefahren und es hat glücklicherweise nicht so sehr geregnet. Da sind wir erstmal in den Food Court ins Arndale Centre gegangen und wollten uns so typisch britische Jacked Potatos gönnen. Aber meine Jacked Potato im Speziellen war echt nicht gut gewesen. Die von der Makro Kantine ist viel besser. Da musste ich mir erst noch ein Sandwich vom Aldi holen. Dann ist das Wetter schlechter geworden und wir haben uns auf zum Trafford Centre gemacht.
Hier ein paar Beweise:


Als wir uns dort dann ordentlich die Hacken abgelaufen haben, sind wir noch was essen gegangen. An dem Abend wollte Chris zu einem Konzert gehen, aber wir sind so lange im Trafford Centre geblieben, dass wir es nicht rechtzeitig geschafft hätten.

Am nächsten Tag hat sich aber rausgestellt, dass Chris stattdessen zu einem Festival gegangen ist. Um 14 Uhr fing das Saufen an, zwischendurch hat er sich mit nem Kumpel ein Fussballspiel angeschaut und dann zurück zum Festival. Auf der Rückfahrt ist er im Bus eingeschlafen und weit hinter Makro rausgeschmissen worden. Da musste er erstmal nach Eccles rein schwanken, um ein Taxi anhalten zu können. Er war um 4.30 Uhr zuhause.

Naja, als wir ihn am Sonntag Mittag wegen BBQ fragten, sah er echt fertig aus. Markus und ich sind nochmal in die Stadt gefahren und es war echt nicht zu gutes Wetter. Wir sind zur Town Hall und zur Central Library gelaufen und Richtung Chinatown, wie man auf den folgenden Bildern sieht:


Wir haben alle möglichen Läden nach Tofugrillsachen durchsucht. Da war nichts zu machen. Als wir dann schließlich mit Maiskolben und einigermaßen essbarem Brot hier angekommen sind und Chris von unserer Tofusuche erzählt haben, holt er doch ganz galant ein Päckchen Tofusteaks aus dem Gefrierschrank! JIPPIE! Aber der restliche Grillabend war echt nicht schlecht. Ich hab nur dummerweise vergessen Bilder zu machen. Chris hatte echt nen kleinen Grill, und ich meine KLEIN! So höchsten 30 cm Durchmesser auf Holzkohle. Die ersten fünf Würtschen hat er bravurös von außen verkohlt und innen waren sie noch gefroren. Zum Glück hatten wir noch Salat, Mozzarella-Tomate und Brot. Und da wir erst um 19 Uhr mit dem Grillen angefangen haben, war es auch noch megadunkel. Und er hat im Garten kein Außenlicht. Marina hat zwischenzeitlich versucht mit einem Feuerzeug Licht zu spenden. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie lächerlich das aussah.
Dann hat Marina von dem Polizisten in ihrem Haus erzählt, der vor einem Appartement patrolliert. Und als Chris meinte, dass machen sie nur bei Drogen oder Mord, da ging es dann den ganzen Abend um irgendwelche Theorien, was da passiert ist und Marina war der Paranoia nahe, wollte aber nicht bei Ina oder Chris übernachten. War ganz lustig.
Tja, aber dann war das Wochenende aus schon wieder rum :-(((( Am Montag früh hat Chris uns zum Flughafen gefahren und da musste ich mich von meinem Schatz verabschieden.
Als ob das nicht schon schlimm genug war, musste ich auch noch eine ganze Stunde auf meinen Bus warten, der eigentlich alle 10 min kommen sollte.... Und auf der Arbeit ruft ausgerechnet mich so ein Irrer an und will meine Handynummer. Den haben wir erstmal zu Georg durchgestellt, danach hat er erst aufgehört anzurufen. Der Tag war echt ein ganz Mieser...

Montag, 20. Oktober 2008

My relative Shelton and son

Letzte Woche Donnerstag, den 16.10.08, habe ich mich mit meinem Verwandten Shelton aus Crewe (etwa 45 Meilen südlich von Manchester, also ca. 72 km) getroffen. Er ist mit seinem zweiten Sohn Patrick (6 Jahre alt) zu mir nach Hause gefahren, wobei er sich auf der Herfahrt schon ziemlich verfahren hat. Wir haben uns im Wohnzimmer etwas unterhalten (die ganze Zeit auf englisch). Als es Patrick dann langweilig wurde, sind wir in die Stadt gefahren. Shelton wollte mir das Old Trafford (das Fussballstadium, in welchem die Heimspiele von Manchester United stattfinden) zeigen, allerdings hat er die Strasse, die direkt daran vorbeiführt nicht gefunden. Dann wollte er zum Manchester City Shoppingcenter fahren, hat den Weg allerdings auch nicht gefunden. Da kamen wir aber glücklicherweise am Trafford Centre vorbei. Ob es mir was ausmacht, wenn wir da was essen. Ach was, nur zu. Dort angekommen, wollte Patrick unbedingt was von McDonald haben. Shelton hatte allerdings seinen Geldbeutel im Auto vergessen. Während er den holen geht, hab ich versucht ein Gespräch mit Patrick anzufangen. Erstens dauert es immer etwa 20 Sekunden bis er auf eine Frage antwortete, zweitens sprach er so leise, dass ich mich komplett zu ihm runterbeugen musste (er ist ja erst 6, also auch nicht so groß), drittens hat er sehr einsilbig geantwortet. Naja, ein bisschen was hab ich doch aus dem kleinen Kerl herausgekitzelt. Z. B. dass er Fussball und Basketball spielt und gerne zur Schule geht und am liebsten Fanta trinkt ;-)
Mit einem Menü für jeden bepackt haben wir uns über Pommes und McChicken hergemacht. Wir haben über alles Mögliche gesprochen und sind dann darauf gekommen, dass der Vater seines Vaters und der Vater meiner Mutter Brüder sind. Dadurch sind sein Vater und meine Mutter Cousins. Jetzt ist die Frage, was wir genau zueinander sind. Deshalb lautet die Überschrift von diesem Blog auch etwas ungenau "My relative", ich weiß nicht genau ob ich ihn als meinen Cousin bezeichnen kann, aber das tue ich von nun an einfach mal. Hier hab ich noch zwei Bilder, die ich nach dem Essen gemacht habe:



Da hätten wir ihn mit seinem Lieblingsgetränk Fanta.

Tja, dann ging es auch schon zurück, Patrick muss ja schließlich am nächsten Tag zur Schule und Shelton und ich zur Arbeit. Aber ratet was, auf der Rückfahrt hat sich Shelton schon wieder verfahren und wir sind erstmal Richtung Süden zum Flughafen und dann den ganzen Weg zurück nach Salford, was im Norden Manchesters liegt. So die beste Orientierung hat er nicht gerade. Ein Navigationsgerät wäre ein super Geschenk, denk ich mir mal so ;-)

Sodele, das war's auch schon für heute zu meinem Leben hier in Manchester. Ich weiß, ich bin eine Woche im Rückstand. Ich werde von meinem Wochenende hier mit Markus berichten, von dem super BBQ im Dunkeln letzten Sonntag und von meinem Zwei-Tagestrip durch die Makro Märkte Nordwest Englands. Und von dem kommenden Wochenende mit Andreas (BA-Studenten für Facility Management), denn den gehen Chris und ich gleich vom Flughafen abholen.

Also, seid gespannt auf die nächsten Einträge!!!

Bis dahin, haltet die Ohren steif.

LG Eure Steffi

Out with Joe

Heute berichte ich euch von meinem Abend mit Joe.
Nicola Joe arbeitet in meinem Bereich. Sie ist erst seit drei Monaten dabei und lebt ganz in meiner Nähe. Ausserdem ist sie genauso alt wie ich. Sie hat mich am Dienstag in ein nahe gelegenes Pub eingeladen. Wir wollten eigentlich schon die Woche davor hingehen, aber da saß ich mit Georg im Stau fest und kam erst um 19.30 Uhr heim. Darum hatten wir es verschoben. Bei strömendem Regen trafen wir uns und gingen zusammen zum Pub ‘The Hope’, das ganz nett und neu eingerichtet ist. Aber nicht wie man sich ein normales Pub vorstellt, sondern heller und viel geräumiger, was ich nicht unbedingt schlecht finde.
Sie hat mich gefragt, ob ich für Shots zu haben bin und ich dachte mir, einer ist ja ok. Danach gab es ein geselliges Bierchen (Corona Extra, einigermassen trinkbar). Wir haben viel geredet und Joe ist echt sehr nett. Sie selbst ist erst vor einem Jahr zu ihrem Freund nach Salford gezogen. Wir haben über England und Deutschland, Musik, Arbeit, Freunde und sonst noch was geredet. Zwei Bierchen und zwei Sambuca später haben wir bei dem Pub-Quiz mitgemacht. Das ist auch sowas typisch Britisches als Entertainment in Pubs. Einer liest Fragen zu verschiedenen Bereichen vor (Musik, TV, Essen, Sport usw.) und man schreibt die Antworten auf einen Zettel und gibt den dann ab.
Ratet was, wir sind Letzter geworden!!! Dafür gab es den ‘Baby price’, also quasi den Trostpreis. Eine Packung Fruchtkekse. Ich hab die noch nicht probiert. Direkt nach dem Quiz hat Joe mich nach Hause begleitet und Chris hat sie heimgefahren. Ich bin in mein Bett geschwankt... Ich sage euch, am nächsten Morgen ging es mir nicht so wirklich gut und ich war den ganzen Tag über ziemlich müde. Aber es war ein sehr netter und lustiger Abend. Sie hat mir angeboten, dass wir öfter zusammen was unternehmen könnten. Da freue ich mich schon sehr drauf, aber nicht mehr unter der Woche ;-)

Sonntag, 12. Oktober 2008

A little bit of sightseeing

Hallihallo,
Da bin ich wieder nach meinem zweiten Wochenende in Manchester. Am Freitag selbst ist nichts Großartiges passiert, wir sind nicht weggefahren und im Büro war auch nichts. Ich war dann einkaufen, bin dann heim und hab bissl geskypt.
Am Samstag hab ich erstmal ausgeschlafen und bin dann nachmittags in die Stadt gefahren. Ich bin den Deansgate (quasie eine der Hauptstrassen hier) runtergelaufen bis zum Hilton Hotel und dort war ganz in der Nähe das Museum of Science and Industry. Da der Eintritt frei ist und es gerade anfing zu regnen bin ich da mal reingegangen. Es handelt eben überwiegend von der Baumwollindustrie in Manchester. Da stehen auch die ganzen Maschinen, die man für den Prozess zur Herstellung eines Baumwollstoffes braucht. Es gab gerade eine Präsentation der Maschinen als ich reinkam und eine Frau hat viel über die Maschinen und das Leben damals erzählt. Man hat dann so Proben in die Hand bekommen, um zu fühlen, wie sich die Baumwolle Schritt für Schritt verändert. war super interessant. Danach bin ich noch in den Teil für Air Space, wo viele Flugzeugen von damals ausgestellt waren. Daraufhin bin ich zum Food & Drink Festival, was aber echt klein war und durch den Regen war der Rasen auf dem es stattfand total durchweicht. Da bin ich gleich wieder weiter gegangen zum Manchester Markt, der ganz in der Nähe vom Arndale Centre ist und auf Kopfsteinpflaster stattfindet. Und danach, wie sollte es anders sein, bin ich wieder etwas shoppen gegangen. :-)
Ich bin allerdings schon gegen 17 Uhr wieder zurück gefahren, weil wir eigentlich grillen wollten, aber kaum sitze ich im Bus erhalte ich eine SMS von Chris, dass es nicht stattfindet. Mist :-( Da hab ich dann sehr lange mit meiner Mutter telefoniert und mich bei http://www.busuu.com/ angemeldet, um mein Französisch zu verbessern, da hier in Manchester die Sprachkurse sehr teuer sind. Da hab ich mit einer aus Algerien auf französisch gechattet. Ging einigermaßen, wenn man ein Online-Wörterbuch nebendran aufhat ;-)
Tja, am Sonntag war hier wieder schönes Wetter (es schien tatsächlich wieder die Sonne) und ich hab mir den nächsten Teil von Manchester vorgenommen. Ich bin zur Town Hall gegangen, dem Rathaus quasi. Hier ein paar Bilder.



Das sieht echt imposant aus, wenn man davor steht. Dahinter befindet sich die Central Library.


Die ist sonntags leider nicht auf. Auf der anderen Strassenseite befindet sich die Manchester Art Gallery, da bin ich auch mal kurz rein. Naja, so der Renner ist das nicht, jedenfalls das, was ich gesehen hab. Dann bin ich weiter in Richtung Chinatown, da bin ich aber nur kurz durchgelaufen, war aber nicht so schlimm so bei Tageslicht. Dann ging es zurück in Richtung Arndale Centre zum Shoppen :-)))) Fragt mich nicht wieviel ich ausgegeben hab...

Tja, soviel zu diesem Wochenende. Ich hoffe, dass das Grillen bald nachgeholt wird. Am Mittwoch will sich mein Onkel Shelton aus Crewe, Cheshire mit mir treffen, den ich noch nie gesehen habe. Und am Freitag kommt Markus mich hier besuchen. Da freue ich mich schon sehr darauf. Das wird also eine aufregende Woche.

Ich hoffe, bald von euch zu hören. Liebe Grüße und einen guten Start euch allen in die neue Woche.

Bye bye, eure Steffi

Freitag, 10. Oktober 2008

Safety boots and safety waistcoat

Ich hab hier noch ein paar Bilder von meinen neuen Sicherheitsschuhen, die ich bekommen hab, damit ich nicht in Stöckelschuhen zwischen Trucks und Gabelstaplern hin und her springen musste. Die sind von der Marke Magnum und natürlich in einem Makro Markt gekauft worden ;-)



Immer wenn man in der Anlieferungszone arbeitet, muss man hier in England so eine gelbe oder orange Sicherheitsweste anziehen. Hier sieht man den Ansatz meiner Sicherheitsweste.


Auf dem Bild seh ich schon etwas fertig aus. Da seht ihr mal, wie hart ich hier arbeite ;-)

Ich muss die Weste mal von hinten fotografieren. Da steht groß Makro drauf und drunter 'Facilities Management', also der Name meines Bereiches und quasi das, was ich studiert hab. Voll cool, oder? ;-)

Also, Berichte von meinem zweiten Wochenende in Northern England folgen in Kürze, denn für Samstag ist grillen angesagt. Hoffentlich hält das Wetter HAHA

Crazy delivery in Stoke

Es gibt Dinge, die gibt es einfach nicht.
Da schaltet der gesunde Menschenverstand auf Durchzug oder so, anders hält man das echt nicht im Kopf aus, was so passiert. Eigentlich ein ganz simpler Vorgang:
Wir bestellen bei einer Firma in Österreich die ganzen Komponenten, um im Markt in Stoke (ca. 45 min von Manchester entfernt) die ganzen Lampen auszutauschen bzw. um ein neues Lichtkonzept zu installieren. Die Lieferung sollte am 08.10.08 ankommen und in gemietete Container umgefrachtet werden, damit die Installationsfirma kommende Woche mit den Arbeiten anfangen kann.
Nun sind Georg und ich am 08.10.08 pünktlich zur Anlieferung da und koordinieren das Umladen und zählen und schreiben auf, was alles angekommen ist. Dabei gibt es alle möglichen Fälle, die man sich nur vorstellen kann. Von einem wird zu wenig geliefert, von was anderen zu viel, dann fehlt was komplett und dann haben wir da was, was wir gar nicht bestellt haben, die Anzahl, die wir gezählt haben, stimmt nicht mit der Zahl auf dem Lieferschein überein. Unfassbar. Es wird nach Österreich telefoniert und es stellt sich raus, dass die Lieferung zweigteilt wurde und bei dem angekommenen Truck eine Teillieferung für jemand anderes dabei war. Also wird ein Teil zurückgeschickt. Am kommenden Tag soll unsere restliche Lieferung kommen.
Georg und ich sind also am Tag drauf wieder vor Ort und es hieß, 14 Paletten sollen kommen. Es waren 13 Paletten da, eine davon war leer (also nicht beladen), warum auch immer. Heute, sollte eine der zwei anderen Paletten geliefert werden, wo die andere bleibt, weiß keiner. Da will man seine Arbeit ordentlich machen und den Markt verbessern und kriegt endlich das Geld für die Investition genehmigt und immer passiert irgendwas, worauf man wirklich gar keinen Einfluss hat. Was soll man da machen?
Einfach weitermachen. Genau. Georg und ich sind am Donnerstag nach der zweiten Anlieferung nach Wolverhampton gefahren und haben den Hublift abgeholt und nach Coventry gefahren, was ca. 1,5 Stunden von Manchester entfernt ist. In beiden Märkten haben wir uns nochmal die Beleuchtungssituation angesehen und Energieverbräuche überschlagen und Georg hat sich gleich überlegt, was man verbessern kann. Nicht schlecht muss ich sagen. Dazu gehört einiges an Erfahrung.
Der beste Part war aber auf dem Rückweg, auf der M6 (Motorway) war, wie üblich abends, ganz schön Betrieb. Nur diesmal war extrem Stau, wir standen fast eine halbe Stunde. Und es war absolut nicht ersichtlich warum der Stau entstand und wie er sich dann recht schnell wieder auflöste. So kam ich erst um 19.30 Uhr nach Hause, da mich Georg liebenswürdigerweise nach Hause gefahren hat. Ich war ganz schön fertig nach dem Tag.
An dem Abend hab ich zum ersten Mal mit meiner Mutter geskypt. Sie lernt immer mehr mit ihrem neu erworbenen Laptop umzugehen. Daumen hoch für meine fortschrittliche Mama!!! :-)
Das war es vorerst von mir. Hoffe, bald was von euch zu hören. Bin für Feedback immer offen, solange es positiv ist ;-)
Grüße von der Insel
Eure Steffi

My uncle Ruben from London

Da bin ich wieder,
Mit einem Bericht über den Dienstag, den 07.10.08, was ein besonderer Tag für mich bis jetzt darstellt. Denn mein Onkel Ruben, der in London wohnt und den ich seit 7 oder 8 Jahren nicht mehr gesehen hab, treffen konnte. Er ist manchmal geschäftlich in Manchester unterwegs. Er rief mich morgens im Büro an und meinte, er ist grade in Manchester und ob ich Zeit und Lust hätte ihn zu treffen. WAS FÜR EINE FRAGE!!! NATÜRLICH!!!
Hier ein Bild von ihm, das ich Dienstag Abend gemacht hab:


Zugegeben, er schaut etwas böse, aber er ist echt ein ganz Lieber. Er hat mich zur Mittagspause am Büro abgeholt und ist mit mir ins Trafford Centre gefahren. Hier ein paar Bilder von dem riesigen, luxuriös ausgestatteten Shopping Center der Superlative:





Das Ding ist echt unglaublich groß, wir haben dort nur schnell was gegessen und geredet. Da er erst abends ab 19.30 Uhr arbeiten muss, hatte er Zeit mich nach der Arbeit nochmal abzuholen. Ich war Nachmittags wieder in Greensferry, diesmal aber mit John Williams-Adonis, dem Kollegen der für Gebäudereinigung und Abfallmanagement zuständig ist. In Greensferry war die Hölle los, da am Abend die große Eröffnung des rundum erneuerten Marktes mit den Gold-Members stattfinden sollte.

Jedenfalls, wieder zurück holte mich mein Onkel ab und führte mich bei seiner Arbeit etwas rum. Er ist Datenanalyst und musste in Manchester abends ein Update durchführen. Wir haben dann zusammen zu Abend gegessen, und zwar gefüllte Jacked Potatos. Quasi eine große Ofenkartoffel mit Schale, die aufgeschnitten und mit Käse, Chili con Carne, Thunfischsalat oder Baked Beans gefüllt wird. Ist wohl ziemlich typisch britisch und darf in keiner Kantine fehlen. Ist ne ordentliche Portion für so ein Mädel wie mich ;-) Ich hab mich gut mit meinem Onkel unterhalten und mich wirklich sehr gefreut ihn wieder zu sehen. Er konnte sich auch nicht so richtig an mich erinnern. Wenn man so weltweit verstreute Verwandte hat, ist es doch manchmal verwunderlich wer wo steckt und was macht und gemacht hat. Er wusste z. B. nicht, dass ich fertig studiert hab, dass ich noch einen jüngeren Bruder hab und hat erst vor einer Woche von meiner Tante aus Toronto erfahren, dass ich für ein Jahr in Manchester bin. Ich wusste nicht, dass er vier Kinder hat (okay, das Jüngste ist 2,5 Jahre alt, die hab ich also bei unserem letzten Treffen noch nicht kennen lernen können ;-) ) und schon seit über 12 Jahren in England lebt. Ich werde zusehen, dass ich schon kommenden Monat nach London komme, um ihn und Dutzende andere Verwandte und Bekannte, die dort sind, zu besuchen. Dazu wird ein Wochenende wohl nicht reichen. Ein guter Grund mehrmals nach London zu fahren ;-) Es gibt direkte Bus-Zugverbindungen dorthin von Manchester, also alles null problemo.

Ich freu mich, seine Familie und meine anderen Verwandten zu treffen, die ich schon lange oder noch nie gesehen habe. Es ist schön, nicht ganz alleine in einem fremden Land zu sein. Das ist wiederum der Vorteil bei weltweit verstreuten Verwandten :-)

Ich wünsche euch alles Gute!

Eure Steffi, die glücklich ist, ihren Onkel getroffen zu haben